Das schwerwiegendste Risiko ist die mikrobielle Keratitis, eine durch Bakterien, Viren oder Amöben verursachte Hornhautentzündung. Unbehandelt kann sie zu dauerhaften Sehschäden, Vernarbungen oder im Extremfall zur Erblindung führen. Laut retrospektiven Studien tritt sie bei etwa 7,7 von 10.000 Tragejahren auf, ein Risiko in ähnlicher Größenordnung wie beim durchgehenden nächtlichen Tragen herkömmlicher weicher Kontaktlinsen. Hauptursache ist fast immer unsachgemäße Reinigung, etwa die Verwendung von Leitungswasser statt geeigneter Pflegemittel. Bei Rötung, Schmerzen oder plötzlicher Sehverschlechterung während des Tragens ist umgehend augenärztliche Hilfe nötig, da eine mikrobielle Keratitis rasch behandelt werden muss.
Unter den geschlossenen Augenlidern sinkt die Sauerstoffzufuhr zur Hornhaut. Das kann zu einer leichten Hornhautschwellung führen. Durch Reibung der formstabilen Linse oder unvorsichtiges Abnehmen am Morgen können außerdem kleinste Oberflächenverletzungen entstehen, die Keimen als Eintrittspforte dienen können. Gelegentlich sitzt die Linse nach dem Aufwachen durch den veränderten Tränenfilm zunächst fest. Ein gewaltsames Entfernen kann dann schmerzhafte Hornhautschäden verursachen. Eine festsitzende Linse sollte deshalb zunächst mit Benetzungstropfen gelöst werden, statt sie gewaltsam abzunehmen.
Besonders in den ersten Wochen der Anpassung kann das Sehergebnis tagsüber schwanken. Bei schlechten Lichtverhältnissen oder in der Dämmerung berichten manche Anwender von verminderten Kontrasten und störenden Lichtringen um Lichtquellen.