Eine Low-Vision-Beratung ist sinnvoll, wenn alltägliche Aufgaben trotz vorhandener Sehkraft deutlich anstrengender werden. Das betrifft häufig Lesen, Fernsehen, Medikation, Geldscheine, Etiketten, digitale Geräte und das Wiedererkennen von Gesichtern.
Die Beratung beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit dem Alltag: Welche Aufgaben sind wichtig, was klappt noch, wo liegen die größten Schwierigkeiten, welche Lichtverhältnisse sind problematisch? Erst danach werden passende Hilfen getestet.
Eine normale Brille reicht bei AMD oft nicht aus, weil der optische Ansatz auf den verbliebenen Sehrest abgestimmt sein muss. Bei manchen Menschen helfen starke Lupen, bei anderen Kantenfilter oder elektronische Lesegeräte, viele brauchen eine Kombination aus mehreren Hilfen. Die erste Lösung muss dabei nicht sofort perfekt passen: Eine gute Low-Vision-Beratung ist ein fortlaufender Prozess, kein einmaliger Kauf.