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Kontaktlinsen verstehen und sicher tragen

Welche Linsen zu Ihren Augen passen und was Sie über Anpassung und Pflege wissen sollten
Gastartikel
Gastbeitrag von Hannes Ebner, Augenoptikermeister und Optometrist (HWK)
Logo und Kontaktdaten von Hannes Ebner, Gastautor
Zu sehen ist Hannes Ebner, Augenoptikermeister und Optometrist (HWK)
Beim Sport, auf Reisen oder im Beruf können Kontaktlinsen eine praktische Ergänzung zur Brille sein. Manche Menschen tragen sie täglich, andere nur zu bestimmten Gelegenheiten. Eine weitere Möglichkeit ist die Orthokeratologie, kurz Ortho-K: Spezielle Nachtlinsen verändern die Hornhautform vorübergehend, sodass geeignete Menschen tagsüber ohne zusätzliche Sehhilfe auskommen können. [4,13] Bei unregelmäßiger Hornhaut können andere Speziallinsen ein Sehen ermöglichen, das mit einer Brille allein nicht ausreichend gelingt. [12]
Die Auswahl ist groß. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich durch Materialtabellen arbeiten muss, um eine gute Entscheidung zu treffen. Wichtiger ist zu verstehen, welche Möglichkeiten es gibt, wie eine fachgerechte Anpassung abläuft und was die Augen beim täglichen Tragen schützt.
Eine passende Versorgung kann unkompliziert beginnen: Sind geeignete Weichlinsen verfügbar und die Augen dafür geeignet, ist ein erstes Probetragen mitunter schon beim ersten Termin möglich. In anderen Fällen sind zusätzliche Messungen, eine Sonderanfertigung oder mehrere Beurteilungen nötig. Die Zahl der Termine allein sagt wenig über die Qualität einer Anpassung aus. Entscheidend sind ein geeigneter Sitz, gutes Sehen, Verträglichkeit und regelmäßige Kontrollen von Augenoberfläche und Linsensitz. [1-3]

Was Kontaktlinsen leisten können

Kontaktlinsen liegen auf dem Tränenfilm vor der Hornhaut, der durchsichtigen Vorderfläche des Auges. Sie verändern die Brechung des einfallenden Lichts und können dadurch Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus ausgleichen. Auch für die Alterssichtigkeit gibt es passende Konzepte. Die natürliche Fähigkeit des Auges, auf die Nähe scharfzustellen, stellen diese Linsen allerdings nicht wieder her. [4-6]
Weil die Linse den Blickbewegungen folgt, gibt es keinen Brillenrand im Sichtfeld. Das kann beispielsweise beim Sport angenehm sein. Eine erforderliche Schutzbrille ersetzt die Kontaktlinse dabei nicht. Auch eine aktuelle Ersatzbrille bleibt sinnvoll, damit bei einer Tragepause gutes Sehen möglich ist. [7,16]
Ob Kontaktlinsen infrage kommen, hängt unter anderem vom Zustand der Augenoberfläche, den Sehanforderungen und der sicheren Handhabung ab. Bei einer akuten Entzündung oder ungeklärten Augenbeschwerden muss zunächst die Ursache abgeklärt werden. Eine Kontaktlinsenanpassung ersetzt keine augenärztliche Abklärung. [1,3,20]

Welche Kontaktlinsenarten es gibt

Material, Auflagebereich und optische Wirkung beschreiben unterschiedliche Eigenschaften. Weiche Linsen bestehen aus flexiblen Materialien. Formstabile Linsen behalten ihre Form; dazu gehören sowohl kleinere Hornhautlinsen als auch größere Sklerallinsen. Sklerallinsen sind also keine dritte Materialgruppe. [4,11] Begriffe wie „torisch" und „multifokal" beschreiben dagegen die optische Wirkung. Eine weiche Linse kann deshalb beispielsweise zugleich eine torische Monatslinse sein.
Weiche Kontaktlinsen
Was sie auszeichnet: Flexible Linsen, die sich der Augenoberfläche anschmiegen. Für viele Menschen ist das anfängliche Tragegefühl angenehm.
Was für die Auswahl wichtig ist: Es gibt unterschiedliche Formen und Größen. Auch eine weiche Linse muss auf dem Auge beurteilt werden.
Formstabile Hornhautlinsen
Was sie auszeichnet: Kleinere, sauerstoffdurchlässige Linsen, die sich mit dem Lidschlag auf dem Tränenfilm über der Hornhaut bewegen.
Was für die Auswahl wichtig ist: Sie können auch bei besonderen Hornhautformen eine gute Sehqualität ermöglichen. Das anfängliche Linsengefühl kann ausgeprägter sein.
Sklerallinsen
Was sie auszeichnet: Größere formstabile Linsen, die Hornhaut und Hornhautrand überbrücken und auf der Bindehaut über der Lederhaut aufliegen.
Was für die Auswahl wichtig ist: Flüssigkeitsreservoir und Auflage werden gezielt beurteilt. Einsatz unter anderem bei unregelmäßiger Hornhaut oder schweren Erkrankungen der Augenoberfläche.
Torische Kontaktlinsen
Was sie auszeichnet: Linsen zur Korrektur von Astigmatismus, häufig als Hornhautverkrümmung bezeichnet.
Was für die Auswahl wichtig ist: Die passende optische Wirkung und Ausrichtung sind entscheidend. Sie sind auch als weiche Linsen erhältlich.
Multifokale Kontaktlinsen
Was sie auszeichnet: Linsen, die das Sehen in mehreren Entfernungen unterstützen.
Was für die Auswahl wichtig ist: Das Ergebnis muss zu den Aufgaben im Alltag passen. In bestimmten Situationen kann zusätzlich eine Brille nötig sein.
Die Merkmale in dieser Übersicht sind Orientierungshilfen und teilweise miteinander kombinierbar. Daneben gibt es beispielsweise Hybridlinsen mit formstabilem Zentrum und weichem Rand. Keine Linsenart ist grundsätzlich für alle Menschen die beste. Bei Astigmatismus entscheidet auch dessen Auswirkung auf das Sehen darüber, welche Korrektur sinnvoll ist. Eine pauschale Regel, geringe Werte immer unberücksichtigt zu lassen, wird unterschiedlichen Sehansprüchen nicht gerecht. [4-6]

Tageslinsen und wiederverwendbare Linsen

Tageslinsen werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt. Das tägliche Reinigen und Aufbewahren entfällt. Gerade bei gelegentlichem Tragen kann das praktisch sein. Eine bereits getragene Tageslinse wird auch dann nicht erneut verwendet, wenn sie noch sauber aussieht. [4,7]
Wiederverwendbare Linsen werden nach dem Absetzen mit einem geeigneten System gereinigt und desinfiziert. Ihr Wechselrhythmus richtet sich nach dem jeweiligen Produkt und der fachlichen Empfehlung. „Monatslinse" bedeutet weder, dass die Linse einen Monat ununterbrochen getragen werden darf, noch dass beliebig verteilte Tragetage zusammengezählt werden können. Maßgeblich ist das vorgegebene Austauschintervall. [7,18]

Individuell angepasst bedeutet nicht automatisch sonderangefertigt

Jede Kontaktlinse sollte zum einzelnen Auge und zu den Bedürfnissen ihres Trägers passen. Eine solche individuelle Anpassung ist auch mit einer serienmäßig gefertigten Linse möglich. Dafür wird ein geeignetes Modell ausgewählt, aufgesetzt und fachlich beurteilt.
Davon zu unterscheiden ist die individuelle Fertigung: Hier werden beispielsweise Form, Größe oder optische Eigenschaften gezielt bestellt. Das kann sinnvoll sein, wenn das verfügbare Standardsortiment die Anforderungen nicht ausreichend erfüllt.
Auch eine Sonderanfertigung ist nicht automatisch besser als eine passende Serienlinse. Umgekehrt bedeutet „Standardlinse" nicht, dass eine einzige Form auf jedes Auge passt. Entscheidend ist das Ergebnis der Untersuchung und Erprobung. [1-3]

Wie eine Kontaktlinsenanpassung abläuft

Kontaktlinse auf dem Auge. Der Linsenrand ist erkennbar.
Abbildung 1 Kontaktlinse auf dem Auge. Der Linsenrand ist erkennbar. Ob eine Linse passend sitzt, lässt sich aus einem einzelnen Foto nicht zuverlässig beurteilen. Foto: Reinhard Müller, CC BY-SA 4.0; Bildnachweis am Ende.
Am Anfang steht das Gespräch: Wann möchten Sie die Linsen tragen, und was sollen sie im Alltag ermöglichen? Frühere Erfahrungen, Trockenheitsbeschwerden, Allergien, Erkrankungen und Medikamente können für die Auswahl wichtig sein.
Anschließend werden die Sehwerte und die Augenoberfläche untersucht. Mit einem Spaltlampenmikroskop lassen sich unter anderem Hornhaut, Bindehaut und Lider betrachten. Die Beurteilung des Tränenfilms und der Augenform hilft einzuschätzen, welche Versorgung geeignet ist. Bei besonderen Fragestellungen kommen zusätzliche Messungen hinzu. [2]
Nach dem Aufsetzen geeigneter Probelinsen werden der Sitz und das Sehen überprüft. Bei formstabilen Hornhautlinsen wird dafür unter anderem der Tränenfilm mit dem Farbstoff Fluoreszein sichtbar gemacht. So lässt sich beurteilen, wie sich Linse und Hornhaut zueinander verhalten. Die Beurteilung kann bei Bedarf mit weiteren Messlinsen innerhalb desselben Termins wiederholt werden. [1,2]
Zur Versorgung gehört außerdem das sichere Auf- und Absetzen. Wer Linsen zum ersten Mal bekommt, übt dies unter Anleitung und erhält verständliche Hinweise zu Pflege, Tragezeit und Warnzeichen. Die Linsen sollten erst eigenständig getragen werden, wenn die Handhabung sicher gelingt und die nötigen Kontrollen vereinbart sind. [3]

Wie lange die Anpassung wirklich dauert

Es gibt keine feste Zahl an Terminen, die für jede Kontaktlinsenanpassung richtig wäre. Drei Dinge sollten dabei auseinandergehalten werden: die erste Auswahl und Beurteilung, eine mögliche Lieferzeit und die spätere Überprüfung unter Alltagsbedingungen.
Bei geeigneten, verfügbaren Weichlinsen kann ein erstes Probetragen bereits am ersten Termin möglich sein. Voraussetzung sind ein unauffälliger Ausgangsbefund, ein akzeptabler Sitz und eine sichere Handhabung. Daraus folgt jedoch nicht, dass die langfristige Verträglichkeit schon abschließend beurteilt wäre. [2,3]
Bei individuell gefertigten oder nicht vorrätigen Weichlinsen kommt gegebenenfalls eine Bestell- und Lieferzeit hinzu. Nach dem Eintreffen werden Sitz, Sehqualität und Verträglichkeit beurteilt. Ob weitere Änderungen oder zusätzliche Termine nötig sind, richtet sich nach diesem Ergebnis und dem Verlauf beim Tragen. [1-3]
Bei formstabilen Linsen, ausgeprägten Besonderheiten der Augenform und Spezialversorgungen kann die Anpassung mehr Beurteilungen erfordern. Vorhandene Messlinsen erleichtern die erste Erprobung. Ob Änderungen nötig sind, entscheidet sich anhand der Befunde. Bei einer komplexeren Versorgung wird deshalb gemeinsam besprochen, welche Schritte als Nächstes anstehen und wann das Ergebnis überprüft werden soll. [1,3]
Für Einsteiger kommt das Erlernen der Handhabung hinzu. Manche Menschen benötigen dafür mehr Übung. Ebenso kann die Gewöhnung an formstabile Hornhautlinsen mehr Zeit beanspruchen als an weiche Linsen. Ein längerer Verlauf ist nicht automatisch ein Misserfolg. Umgekehrt müssen anhaltende Beschwerden nicht „durchgehalten" werden. [3,4]

Was Linsenbewegung und Material über die Passform aussagen

Eine Kontaktlinse muss sich so verhalten, wie es für ihren Typ vorgesehen ist. Weiche Linsen bewegen sich meist nur wenig; kleinere formstabile Hornhautlinsen zeigen gewöhnlich mehr Bewegung. Sklerallinsen sollen dagegen weitgehend stabil liegen. Deshalb ist weder besonders viel Bewegung noch völlige Unbeweglichkeit ein allgemeines Qualitätsmerkmal. [2,11]
Für den Stoffwechsel der Hornhaut ist nicht nur die Zufuhr von Sauerstoff wichtig. Auch das entstehende Kohlendioxid muss wieder abtransportiert werden. Eine Kontaktlinse kann diesen Gasaustausch beeinflussen. [8,25] Die Sauerstoffversorgung lässt sich deshalb nicht allein an der Bewegung ablesen. Sauerstoff gelangt je nach Linse vor allem durch das Material an die Hornhaut; bei kleineren formstabilen Linsen trägt zusätzlich der Austausch der Tränenflüssigkeit unter der Linse dazu bei. Material, Linsendicke, Sitz und Trageweise wirken zusammen. [2,8]

Material und Tränenfilm müssen zusammenpassen

Weiche Linsen bestehen meist aus Hydrogel oder Silikonhydrogel. Bei Hydrogel spielt der Wasseranteil eine wichtige Rolle für den Sauerstofftransport; bei Silikonhydrogel ermöglichen vor allem die Silikonanteile eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit. Auch moderne formstabile Materialien sind gasdurchlässig. Für die Auswahl zählen außerdem die Oberfläche, die Form und das Verhalten der Linse auf dem Auge. [4,8]
Der Tränenfilm soll sich auf der Linsenoberfläche möglichst gleichmäßig verteilen. Wie gut das gelingt, hängt unter anderem von Material und Oberflächenbehandlung, Tränenzusammensetzung, Lidschlag, Ablagerungen und gegebenenfalls dem Pflegesystem ab. Eine instabile Benetzung kann mit schwankendem Sehen und Beschwerden einhergehen. Deshalb wird die Linse zusammen mit dem individuellen Tränenfilm beurteilt. Ein einzelner Materialwert sagt die persönliche Verträglichkeit nicht zuverlässig voraus. [8,10]
Für die Auswahl müssen Sie diese Zusammenhänge nicht berechnen können. Ein höherer Sauerstoffwert verspricht nicht automatisch mehr Komfort. Ein Cochrane-Review von 2023 konnte einen klaren Komfortvorteil von Silikonhydrogel gegenüber Hydrogel nicht zuverlässig belegen. Die Studienlage zum Komfort wurde allerdings als sehr unsicher eingestuft. Das ist kein Beleg dafür, dass alle Materialien gleich sind. Es zeigt vielmehr, weshalb die Beurteilung am einzelnen Auge wichtig bleibt. [9]

Wenn Kontaktlinsen trocken oder unangenehm werden

Brennen, Kratzen oder schwankendes Sehen haben nicht immer dieselbe Ursache. Möglich sind unter anderem eine instabile Benetzung, Ablagerungen, ein ungünstiger Sitz oder Veränderungen an Lidern und Augenoberfläche. Auch das Pflegesystem kann eine Rolle spielen. [8,10,20]
Deshalb sollte die Lösung von der Ursache abhängen. Manchmal ist ein anderes Linsenmodell sinnvoll, manchmal eine Anpassung der Pflege oder der Tragezeit. Bei einer Erkrankung der Augenoberfläche ist eine entsprechende augenärztliche Beurteilung und gegebenenfalls Behandlung erforderlich. [3,10,20]
Nachbenetzungstropfen können Beschwerden lindern, wenn sie für die jeweilige Situation und Kontaktlinse geeignet sind. Sie ersetzen jedoch weder eine Sitzkontrolle noch die Abklärung wiederkehrender Probleme. Fragen Sie nach, bevor Sie Augentropfen zusammen mit Ihren Linsen verwenden. [7,10]
Ein anfänglich leichtes Linsengefühl kann besonders bei formstabilen Hornhautlinsen vorkommen. Schmerzen, zunehmende Rötung oder deutliche Lichtempfindlichkeit gehören nicht zu einer normalen Eingewöhnung. Setzen Sie unangenehme Linsen ab und lassen Sie anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden überprüfen. Bei den unten genannten Warnzeichen ist eine sofortige augenärztliche Untersuchung nötig. [4,20]

Wann Speziallinsen sinnvoll sein können

Speziallinsen werden für besondere optische oder medizinische Anforderungen eingesetzt. Sie sind nicht automatisch der nächste Schritt nach jeder unverträglichen Weichlinse. Häufig lohnt es sich zunächst, die Ursache der Beschwerden zu klären.

Unregelmäßige Hornhaut und Sklerallinsen

Bei einem Keratokonus oder nach bestimmten Hornhautoperationen kann die Oberfläche so unregelmäßig sein, dass eine Brille das Sehen nur begrenzt verbessert. Formstabile oder andere Speziallinsen können solche optischen Unregelmäßigkeiten teilweise ausgleichen. Die zugrunde liegende Erkrankung muss unabhängig davon augenärztlich betreut werden. [12] Wie eine Kontaktlinsenversorgung bei Keratokonus im Detail abläuft, erklärt der ausführliche Beitrag dazu.
Sklerallinsen sind größere formstabile Linsen. Sie überbrücken Hornhaut und Hornhautrand und liegen auf der Bindehaut über der Lederhaut auf. Unter ihnen befindet sich ein Flüssigkeitsreservoir. Das kann sowohl bei unregelmäßiger Hornhaut als auch bei ausgewählten schweren Erkrankungen der Augenoberfläche hilfreich sein. Für ein gelegentliches Trockenheitsgefühl sind sie nicht automatisch die passende Lösung. [11,12] Mehr zu Aufbau, Anwendung und Grenzen von Sklerallinsen im ausführlichen Beitrag dazu.

Nachtlinsen und Orthokeratologie

Bei der Orthokeratologie werden speziell angepasste formstabile Linsen meist während des Schlafs getragen. Sie verändern vorübergehend die Form der Hornhautoberfläche. Dadurch können geeignete Menschen tagsüber zeitweise ohne zusätzliche Sehhilfe auskommen. Der Effekt ist reversibel und muss durch das vorgesehene Trageschema erhalten werden. [4,13]
Dieses Verfahren benötigt eine gezielte Eignungsprüfung und engmaschige Kontrollen der Hornhaut und des Versorgungsergebnisses, besonders zu Beginn. Es ist keine Erlaubnis, gewöhnliche Tageslinsen über Nacht zu tragen. Auch mit speziell vorgesehenen Nachtlinsen bleibt eine Hornhautinfektion möglich. [13] Mehr zu Wirkung und Risiken von Nachtlinsen im ausführlichen Beitrag dazu.

Medizinische Verbandlinsen

Bestimmte Kontaktlinsen werden als Verband eingesetzt, etwa zum Schutz einer geschädigten Hornhautoberfläche und zur Unterstützung der Heilung. Eine solche Anwendung gehört in augenärztliche Behandlung und Kontrolle. Eine selbst eingesetzte Linse ist keine geeignete Ersthilfe bei einer Augenverletzung. [12]
Speziell entwickelte Kontaktlinsen können auch Arzneistoffe enthalten und über eine bestimmte Zeit abgeben. Das ist keine allgemeine Eigenschaft einer gewöhnlichen Verbandlinse. Solche Systeme sind je nach Wirkstoff und Einsatzgebiet unterschiedlich weit entwickelt; wirkstofffreisetzende Verbandlinsen werden unter anderem experimentell untersucht. Ein bereits 2022 in den USA zugelassenes Beispiel ist eine ketotifenfreisetzende Kontaktlinse gegen allergischen Juckreiz, keine allgemeine Wundverbandlinse. Daraus lässt sich keine Verfügbarkeit oder Zulassung in Deutschland ableiten. Linsen dürfen nicht eigenständig mit Arzneimitteln getränkt werden. [24,26]

Kontaktlinsen bei Kindern und im höheren Alter

Das Lebensalter allein entscheidet nicht über die Eignung. Auch Kinder können Kontaktlinsen erfolgreich tragen, wenn sie ausreichend mitarbeiten, die Hygiene zuverlässig gelingt und die Eltern die Betreuung unterstützen. Bei besonderen medizinischen Gründen werden Kontaktlinsen sogar im Säuglingsalter eingesetzt; das ist eine spezialisierte Versorgung. [23]
Bei zunehmender Kurzsichtigkeit können bestimmte weiche Kontaktlinsen und Orthokeratologie-Linsen zusätzlich helfen, das übermäßige Längenwachstum des Auges zu bremsen. Gewöhnliche Einstärkenlinsen sind damit nicht gleichzusetzen. Der Cochrane-Review von 2025 stützt die Wirkung solcher Ansätze, zeigt aber auch Unterschiede in der Evidenzsicherheit und Grenzen der Langzeitdaten. [14]
Zu einem solchen Myopie-Management gehören Verlaufskontrollen der Sehwerte, der Augengesundheit und möglichst der Axiallänge, also der Länge des Auges. Welche Maßnahme geeignet ist, wird individuell besprochen. [15]
Auch mit Alterssichtigkeit muss das Kontaktlinsentragen nicht enden. Multifokale Linsen oder andere abgestimmte Korrektionskonzepte können helfen. Wichtig ist, Fernsicht, Lesen und gegebenenfalls das Sehen bei Dämmerung gemeinsam zu beurteilen. Manche Menschen bevorzugen für bestimmte Aufgaben weiterhin eine zusätzliche Brille. [6]

Die wichtigsten Regeln für den Alltag

Eine sorgfältige Anpassung schafft die Grundlage. Wie die Linsen getragen und gepflegt werden, bleibt für die Sicherheit ebenso wichtig.
Zu sehen ist ein Kontaktlinsenpflegemittels mit Aufbewahrungsbehälter
Zu sehen ist ein spezieller Behälter eines Peroxidsystems während der Neutralisation.
Abbildungen 2 und 3 Links: Beispiel eines Kontaktlinsenpflegemittels mit Aufbewahrungsbehälter. Rechts: spezieller Behälter eines Peroxidsystems während der Neutralisation. Die vorgeschriebene Neutralisationszeit ist vollständig einzuhalten. Die Abbildungen sind keine Markenempfehlung. Fotos: Jochem Pluim und Multicherry, jeweils CC BY-SA 4.0; Bildnachweise am Ende.

  1. Hände waschen und gründlich abtrocknen. Das gilt vor jedem Auf- und Absetzen. [16]
  2. Wasser von Linsen und Behälter fernhalten. Leitungswasser und Speichel eignen sich weder zum Abspülen noch zum Aufbewahren. [16-18]
  3. Vor dem Duschen und Schwimmen absetzen. Auch Tageslinsen machen Wasserkontakt nicht sicher. Eine Schwimmbrille mit Sehstärke kann eine Alternative sein. [17]
  4. Tragezeit und Austauschintervall einhalten. Tageslinsen werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt. Mehrweglinsen werden nach dem vorgesehenen Plan gewechselt. [4,7]
  5. Wiederverwendbare Linsen vollständig pflegen. Reinigung und Desinfektion sind unterschiedliche Aufgaben. Führen Sie die Schritte des empfohlenen Systems durch und verwenden Sie frische Lösung. Alte Lösung wird nicht mit neuer aufgefüllt. [18]
  6. Den Behälter mitpflegen und rechtzeitig erneuern. Reinigung und Trocknung richten sich nach dem System. Für übliche Aufbewahrungsbehälter empfiehlt die CDC einen Wechsel spätestens alle drei Monate; produktspezifisch kann ein früherer Wechsel vorgesehen sein. [16,18]
  7. Nicht mit gewöhnlichen Tagestrage-Linsen schlafen. Das gilt auch für ein Nickerchen. Nachttragen ist ausschließlich eine gesondert zu prüfende Versorgung und bleibt mit zusätzlichen Risiken verbunden. [7,13,16]
  8. Eine aktuelle Ersatzbrille bereithalten. So können Sie die Linsen bei Problemen sofort absetzen. [16]
  9. Kochsalzlösung desinfiziert nicht. Sie kann je nach System zum Abspülen oder für spezielle Anwendungen dienen, ersetzt aber kein Desinfektionsmittel. [18]
  10. Peroxidsysteme müssen vollständig neutralisiert werden. Verwenden Sie den dafür vorgesehenen Behälter beziehungsweise Neutralisationsschritt und halten Sie die angegebene Zeit ein. Nicht neutralisiertes Peroxid darf nicht ins Auge und nicht zum Abspülen unmittelbar vor dem Aufsetzen verwendet werden. [19]
Bei Tagestragen können Sie die Linsen bereits am Abend absetzen und zur Brille wechseln. Entscheidend sind die individuell vereinbarte Tragezeit und das Absetzen vor dem Einschlafen. Eine allgemeingültige, wissenschaftlich gesicherte Pflichtpause von genau einer Stunde vor dem Schlafengehen lässt sich aus den hier herangezogenen Empfehlungen nicht ableiten. Für Ortho-K und ärztlich verordnete Verbandlinsen gelten eigene Tragepläne. [12,13,16,27]

Warnzeichen für eine sofortige Untersuchung

Eine seltene, aber ernste Komplikation ist eine infektiöse Hornhautentzündung. Zu den möglichen Erregern gehören Bakterien, Pilze, Akanthamöben und Viren, etwa Herpes-simplex-Viren. Solche Entzündungen können das Sehvermögen dauerhaft schädigen. Der Ausdruck „mikrobielle Keratitis" wird dafür teilweise als Oberbegriff verwendet; er bezeichnet aber nicht sämtliche infektiösen Augennotfälle. Ob Beschwerden von Trockenheit, einer Verletzung oder einer Infektion kommen, lässt sich zu Hause nicht zuverlässig unterscheiden. [20]
Linsen sofort absetzen, nicht wieder einsetzen und unverzüglich augenärztlich abklären lassen bei:
  • Augenschmerzen oder zunehmendem Schmerz nach dem Absetzen;
  • deutlicher oder anhaltender Rötung;
  • ausgeprägter Lichtempfindlichkeit;
  • plötzlich schlechterem oder ungewöhnlich verschwommenem Sehen;
  • auffälligem Sekret oder starkem Tränen zusammen mit weiteren Beschwerden. [20]
Warten Sie damit nicht bis zur nächsten regulären Kontaktlinsenkontrolle. Ist die Augenarztpraxis nicht erreichbar, wenden Sie sich an den augenärztlichen Notdienst oder eine Augenklinik.

Warum Kontrollen auch bei gutem Sehen dazugehören

Gute Sehschärfe und ein angenehmes Tragegefühl sind wichtige Rückmeldungen. Sie zeigen aber nicht zuverlässig jede Veränderung an der Augenoberfläche. Bei einer Kontrolle werden deshalb auch die Augen, der Linsensitz, der Zustand wiederverwendbarer Linsen und die Pflegegewohnheiten beurteilt. [22]
Für Menschen ohne Kontaktlinsenerfahrung empfehlen die deutschen ZVA-Arbeits- und Qualitätsrichtlinien von 2025 eine erste Verlaufskontrolle spätestens nach ein bis zwei Wochen. Für weiche Linsen nennen sie anschließend möglichst halbjährliche, spätestens jährliche Kontrollen; für formstabile Linsen spätestens jährliche Kontrollen. Bei Kindern unter 14 Jahren sind mindestens halbjährliche Kontrollen vorgesehen. Nachttragen und besondere Befunde können kürzere Abstände erfordern. [1]
Diese Zeiträume sind fachliche Orientierung und werden an den Einzelfall angepasst. Beschwerden werden immer früher abgeklärt. Fragen Sie vor dem Termin, ob und wie lange Sie Ihre Linsen dafür tragen sollen. Bei einem akut gereizten Auge werden sie nicht eigens für die Untersuchung wieder aufgesetzt. [20,22]

Farbige Linsen und der Kauf im Internet

Auch eine farbige Linse ohne Sehstärke berührt die Augenoberfläche und muss passend ausgewählt werden. Eine fehlende Korrektionswirkung macht sie nicht zu einem harmlosen Kostümzubehör. Ungünstiger Sitz, mangelhafte Hygiene und zu langes Tragen können die Hornhaut schädigen. Linsen dürfen zudem nicht mit anderen Menschen geteilt werden. [7,21]
Für die Sicherheit zählen das konkret angepasste Produkt, eine nachvollziehbare Herkunft, die richtige Anwendung und verlässliche Kontrollen. Ein Online-Nachkauf ersetzt die regelmäßige Kontrolle von Augenoberfläche und Linsensitz nicht. Ebenso lässt sich aus ähnlichen Packungsangaben nicht ableiten, dass zwei Modelle beliebig austauschbar sind. [3,7,21]

Woran Sie eine fachgerechte Versorgung erkennen

Eine gute Beratung erklärt, weshalb ein bestimmtes System zu Ihren Augen und Ihrem Alltag passt. Sie lässt Raum für Fragen und vermittelt die Handhabung so, dass Sie zu Hause zurechtkommen. Außerdem ist klar, an wen Sie sich bei Problemen wenden können. [3,22]
Fragen Sie vorab auch, welche Leistungen im Preis enthalten sind: Untersuchung und Anpassung, Probelinsen, Kontrollen, mögliche Änderungen und Pflegemittel können unterschiedlich abgerechnet werden. Der reine Packungspreis bildet deshalb nicht immer die gesamten Kosten einer Versorgung ab. [1,7]

Häufige Fragen zu Kontaktlinsen

Kann ich einfach meine Brillenwerte übernehmen?

Nicht ohne fachliche Prüfung. Die Kontaktlinse sitzt unmittelbar am Auge, die Brille mit Abstand davor. Außerdem müssen Linsenform, Größe und gegebenenfalls die Ausrichtung einer torischen Linse stimmen. Gleiche Dioptrien bedeuten daher nicht automatisch eine passende Versorgung. [5]

Kann eine Kontaktlinse hinter das Auge rutschen?

Nein. Die Verbindung zwischen Bindehaut und Lidinnenseite verhindert das. Eine Linse kann allerdings unter ein Lid verrutschen. Wenn sie sich nicht sicher finden oder entfernen lässt, holen Sie fachliche Hilfe, statt am Auge zu manipulieren. [7]

Sind formstabile Linsen nur etwas für schwierige Augen?

Nein. Sie können auch bei einer üblichen Fehlsichtigkeit sinnvoll sein. Ob sie Vorteile bieten, hängt unter anderem vom Sehen, der Augenform und der geplanten Nutzung ab. Die Eingewöhnung ist individuell verschieden. [4,5]

Kann ich trotz trockener Augen Kontaktlinsen tragen?

Das ist in manchen Fällen möglich. Zuerst sollten Ursache und Ausprägung der Beschwerden untersucht werden. Danach lässt sich entscheiden, ob ein anderes Linsensystem, eine begrenzte Tragezeit oder zunächst eine Behandlung der Augenoberfläche sinnvoll ist. [10,12]

Brauche ich mit multifokalen Linsen keine Brille mehr?

Das lässt sich nicht versprechen. Viele Alltagssituationen können damit gut gelingen, während beispielsweise kleine Schrift oder anspruchsvolle Sehaufgaben eine zusätzliche Brille erfordern. Entscheidend ist das praktisch erprobte Ergebnis. [6]

Was ist mit Wasserkontakt gemeint?

Typische Beispiele sind Wasser, das beim Duschen oder Gesichtwaschen ins offene Auge gelangt, sowie untergetauchte oder bespritzte Augen beim Schwimmen, Baden oder im Whirlpool. Regen, der tatsächlich ins Auge gelangt, ist ebenfalls ein Wasserkontakt; ein nasser Mantel oder Regentropfen auf der Stirn sind damit nicht gemeint. Für den versehentlichen Kontakt gilt die unten beschriebene Vorgehensweise. [17,27]
Sauna, Dampfbad und Schweiß sollten nicht pauschal mit Schwimmen gleichgesetzt werden. Die geprüften Quellen liefern für diese Situationen keine belastbare gemeinsame Risikozahl. Praktisch zu beachten sind insbesondere Duschen und Tauchbecken sowie Spritzwasser; Schweiß kann außerdem Schmutz oder Kosmetik ins Auge bringen. Als vorsichtige Alltagsempfehlung bietet es sich an, Linsen vor einem Sauna- oder Dampfbadbesuch abzusetzen. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, keine Aussage, dass Wärme oder Wasserdampf dasselbe Infektionsrisiko wie Schwimmbadwasser hätten. Bei Reizung nicht reiben, sondern die Linsen mit sauberen Händen absetzen.

Was ist nach versehentlichem Wasserkontakt zu tun?

Nehmen Sie die Linsen mit sauberen, trockenen Händen möglichst bald ab. Tageslinsen werden entsorgt. Wiederverwendbare Linsen müssen vor erneutem Tragen entsprechend dem vorgesehenen System vollständig gereinigt und desinfiziert werden. Bei Beschwerden ist eine augenärztliche Abklärung erforderlich. [17,18,20]

Muss ich Kontaktlinsen jeden Tag tragen?

Nein. Besonders Tageslinsen können eine gelegentliche Ergänzung zur Brille sein. Für andere Systeme, insbesondere Orthokeratologie, gelten eigene Trageschemata. Vereinbaren Sie einen Plan, der zu Ihrer Versorgung passt. [4,13]
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Aufklärung. Die individuelle Auswahl und Kontrolle von Kontaktlinsen sowie die augenärztliche Abklärung von Beschwerden werden dadurch nicht ersetzt.

Quellen und Einordnung der Evidenz

Die Quellen wurden am 27. September 2026 geprüft. Die deutschen ZVA-Arbeits- und Qualitätsrichtlinien beschreiben berufsständische Versorgungsstandards. [1] Mit dem College of Optometrists ist die britische Berufsorganisation mit Sitz in London gemeint; ihre klinischen Handlungsempfehlungen ergänzen die Einordnung. [3,22] Die BCLA-CLEAR-Berichte der British Contact Lens Association und die IMI-Berichte verbinden Literaturauswertung mit Expertenkonsens; sie sind keine deutschen AWMF-Leitlinien. [2,5,6,8,10-13,15] Cochrane-Reviews werten Studien systematisch aus und bewerten die Sicherheit der Ergebnisse. [9,14] Hinweise von CDC, FDA und National Eye Institute sind behördliche Sicherheitsinformationen. [4,16-21,24,27] Ausländische rechtliche Regelungen wurden nicht auf Deutschland übertragen.
Die konkrete Zahl der Anpassungstermine ist eine klinische und organisatorische Entscheidung. Die Aussagen dazu beschreiben die praktische Anwendung der Versorgungsstandards und stellen keine experimentell belegte Mindestdauer dar.
  1. [1] Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen. Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie. 11. Auflage, 2025.
  2. [2] Wolffsohn JS et al. CLEAR - Evidence-based contact lens practice. Contact Lens and Anterior Eye. 2021;44(2):368-397.
  3. [3] The College of Optometrists, London. The fitting process. Abgerufen 2026.
  4. [4] US Food and Drug Administration. Types of Contact Lenses. Abgerufen 2026.
  5. [5] Richdale K et al. CLEAR - Contact lens optics. Contact Lens and Anterior Eye. 2021;44(2):220-239.
  6. [6] Morgan PB et al. BCLA CLEAR Presbyopia: Management with contact lenses and spectacles. Contact Lens and Anterior Eye. 2024;47(4):102158.
  7. [7] British Contact Lens Association. FAQs about contact lenses. Abgerufen 2026.
  8. [8] Morgan PB et al. CLEAR - Effect of contact lens materials and designs on the anatomy and physiology of the eye. Contact Lens and Anterior Eye. 2021;44(2):192-219.
  9. [9] Haworth K et al. Silicone hydrogel versus hydrogel soft contact lenses for differences in patient-reported eye comfort and safety. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2023;9:CD014791.
  10. [10] Willcox M et al. CLEAR - Contact lens wettability, cleaning, disinfection and interactions with tears. Contact Lens and Anterior Eye. 2021;44(2):157-191.
  11. [11] Barnett M et al. CLEAR - Scleral lenses. Contact Lens and Anterior Eye. 2021;44(2):270-288.
  12. [12] Jacobs DS et al. CLEAR - Medical use of contact lenses. Contact Lens and Anterior Eye. 2021;44(2):289-329.
  13. [13] Vincent SJ et al. CLEAR - Orthokeratology. Contact Lens and Anterior Eye. 2021;44(2):240-269.
  14. [14] Lawrenson JG et al. Interventions for myopia control in children: a living systematic review and network meta-analysis. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2025;2:CD014758.
  15. [15] International Myopia Institute. IMI 2025 Digest.
  16. [16] Centers for Disease Control and Prevention. Preventing Eye Infections When Wearing Contacts. 2025.
  17. [17] Centers for Disease Control and Prevention. Healthy Habits: Keeping Water Away from Contact Lenses. 2025.
  18. [18] Centers for Disease Control and Prevention. About Cleaning, Disinfecting, and Storing Contact Lenses. 2025.
  19. [19] US Food and Drug Administration. Hydrogen Peroxide Solution.
  20. [20] Centers for Disease Control and Prevention. What Causes Contact Lens-related Eye Infections. 2025.
  21. [21] US Food and Drug Administration. Colored and Decorative Contact Lenses: A Prescription Is A Must.
  22. [22] The College of Optometrists, London. Contact lens check-ups.
  23. [23] British Contact Lens Association. Contact lenses for children and teens.
  24. [24] US Food and Drug Administration. ACUVUE Theravision with Ketotifen. 2022.
  25. [25]Hydrogel contact lenses impede carbon dioxide efflux from the human cornea. PubMed PMID 3123143.
  26. [26] Gelatine-based drug-eluting bandage contact lenses: Effect of PEGDA concentration and manufacturing technique. International Journal of Pharmaceutics, 2021.
  27. [27] National Eye Institute, USA. Contact Lenses. Abgerufen am 27. September 2026.

Bildnachweise

Abbildung 1: Eye with contact lens. Foto: Reinhard Müller. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0.
Abbildung 2: Eyexpert Supermoist lenzenvloeistof twee maten inclusief lenshouder. Foto: Jochem Pluim. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0.
Abbildung 3: Contact lens case for Hydrogen Peroxide solution showing bubbles. Foto: Multicherry. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY-SA 4.0.