Es gibt keine feste Zahl an Terminen, die für jede Kontaktlinsenanpassung richtig wäre. Drei Dinge sollten dabei auseinandergehalten werden: die erste Auswahl und Beurteilung, eine mögliche Lieferzeit und die spätere Überprüfung unter Alltagsbedingungen.
Bei geeigneten, verfügbaren Weichlinsen kann ein erstes Probetragen bereits am ersten Termin möglich sein. Voraussetzung sind ein unauffälliger Ausgangsbefund, ein akzeptabler Sitz und eine sichere Handhabung. Daraus folgt jedoch nicht, dass die langfristige Verträglichkeit schon abschließend beurteilt wäre. [2,3]
Bei individuell gefertigten oder nicht vorrätigen Weichlinsen kommt gegebenenfalls eine Bestell- und Lieferzeit hinzu. Nach dem Eintreffen werden Sitz, Sehqualität und Verträglichkeit beurteilt. Ob weitere Änderungen oder zusätzliche Termine nötig sind, richtet sich nach diesem Ergebnis und dem Verlauf beim Tragen. [1-3]
Bei formstabilen Linsen, ausgeprägten Besonderheiten der Augenform und Spezialversorgungen kann die Anpassung mehr Beurteilungen erfordern. Vorhandene Messlinsen erleichtern die erste Erprobung. Ob Änderungen nötig sind, entscheidet sich anhand der Befunde. Bei einer komplexeren Versorgung wird deshalb gemeinsam besprochen, welche Schritte als Nächstes anstehen und wann das Ergebnis überprüft werden soll. [1,3]
Für Einsteiger kommt das Erlernen der Handhabung hinzu. Manche Menschen benötigen dafür mehr Übung. Ebenso kann die Gewöhnung an formstabile Hornhautlinsen mehr Zeit beanspruchen als an weiche Linsen. Ein längerer Verlauf ist nicht automatisch ein Misserfolg. Umgekehrt müssen anhaltende Beschwerden nicht „durchgehalten" werden. [3,4]